Wednesday, October 10, 2007

Tag des psychisch kranken Menschen

When I took up knitting again after a 15 years hiatus, it was mainly, because I am always looking at ways to lead a psychologically healthy life and to do anything I can to prevent from falling back into severe depression. I happened upon an article saying how knitting and other handicrafts was good for patients with depression. So I thought: hey, why not dig through my closet to find my knitting needles.

This was in the beginning of 2006 -- and I haven't stopped knitting since. On top of the actual knitting, I have taken up blogging and participating to the forum on knitty's coffeeshop.

When I picked up knitting again, I was free from depression for about two years. Before, I had three severe depressions, always during winter (and I do recommend using a light therapy lamp), that lasted several months each. I try to talk about it openly, even though I do fear negative consequences at the workplace. I have had both psychotherapy and medication to help me walk through and out of depression.

I would like to encourage anyone wondering about whether they suffer from depression to go see a mental health professional.

(today is world mental health day, and this blog post is my way of partcipating in de-stigmatizing mental health issues)

Heute ist der Tag des psychisch kranken Menschen.

Ich bin heute psychisch gesund, aber war auch schon psychisch krank.

Dass ich nach 15 Jahren Pause wieder mit dem STricken angefangen habe, liegt daran, dass ich Anfang 2006 in einem Artikel gelesen habe, dass Stricken gut gegen Depression sei. Ich war zwar schon seit zwei Jahren depressionsfrei, ohne Medikamente, aber ich dachte mir: alles ist gut, was ich tun kann zur Vorbeugung einer erneuten Erkrankung. Die Stricknadeln waren irgendwo ganz hinten im Schrank, ich hab sie rausgesucht, angefangen und seither nicht mehr aufgehoert. Der Blog und das Lesen von Blogs, die Teilnahme auf knitty's coffeeshop und seit neuestem Ravelry kamen dazu.

Ich hatte dreimal eine schwere Depression, jedesmal im Winter (und ich benutze auch eine Lampe). Mir haben sowohl Psychotherapie als auch Medikamente geholfen, da durch- und wieder rauszukommen.

Allen, die sich fragen, ob sie Depressionen haben, kann ich nur dringend ans Herz legen, zu einem ausgebildeten Psychiater oder Psychotherapeuten fuer eine Diagnose zu gehen.

Heute am Tag des psychisch Kranken, ist dieser Blogpost mein Beitrag dazu, dass etwas von dem Stigma der psychischen Krankheit wegfaellt. Ich versuche auch im Alltag offen damit umzugehen, auch wenn cih am Arbeitsplatz etwas bedeckter damit umgehe.

Lustigerweise ist das Thema dieses Jahr "Transkulturelle psychische Gesundheit" -- und es geht vor allen Dingen darum, was fuer zusaetzliche Schwierigkeiten Migranten haben. In meinem Leben habe ich diese zusaetzlichen Schwierigkeiten oft erfahren, bei meinen wiederholten Aufenthalten und Neuanfaengen in verschiedenen Laendern. Gleichzeitig denke ich, dass fuer mich persoenlich auch die raeumliche Entfernung zu den Orten meiner Kindheit eine Gesundung bedeutet.

Aujourd'hui c'est la journee mondiale de la sante mentale. Pour moi personellement, c'est lie a mon tricot: ma volonte de faire tout ce que je peux pour ne pas "retomber" en depression, m'a laisse retrouver mes aiguilles apres 15 ans de pause. C'etait en debut de 2006, depuis je tricote, je blog et j'ecris sur le forum de knitty's coffeeshop.
A l'epoque ca faisait deja 2 ans que j'etais en assez bonne sante mentale pour pouvoir vivre sans medicaments et sans psychotherapie.
Aujourd'hui encore je suis en bonne sante mentale.
Ceci dit, j'ai traverse une depression severe trois fois, trois annees de suite, pendant plusieurs mois l'hiver a chaque fois. J'ai aussi, d'ailleurs, achete une lampe de therapie que j'utilise l'hiver.

Pour sortir de mes depressions, je me suis fais aider par une psychiatre et un psychotherapeute, et donc d'antidepresseurs et de psychotherapie dans la tradition de Freud.

J'encourage toute personne ayant un doute sur etre en depression ou non, d'aller voir un medecin pour pouvoir faire un diagnostic. Le gouvernement francais a lance une campagne anti-depression, qu'a premiere vue me parait pas mal (informations factuelles) -- meme s'ils continuent a rembourser que les medicaments et pas la psychotherapie (et que toutes les etudes montrent que c'est l'association des deux qui fait le meilleur effet long-terme).

Voici ma contribution pour sortir du tabou qui entoure la sante mentale. (et ce n'est pas entierement hors sujet tricot, puisque lie pour moi).

11 comments:

Andrea said...

Es ist erstaunlich, wievielen (vor allem) Frauen es genauso geht. Ich habe zweimal mit Depressionen zu tun gehabt: einmal ausgelöst durch Schwierigkeiten in meiner Selbstständigkeit und einmal kam es aus heiterem Himmel - beide Male auch im Winter. Beim ersten Mal wußte ich nicht, was los war und ich weiß nicht, wie ich da raus gekommen bin. Vor vier Jahren habe ich nicht zuletzt durch das Internet schneller gemerkt, das etwas nicht stimmt und habe Hilfe gesucht und gefunden, bevor ich meine Beziehung komplett zerschießen konnte.
Meine Depression war eine leichte, meine Augen habe ich geöffnet und hoffe, nicht noch einmal daran zu leiden.

Danke für dein Post.

astrid said...

hello Lara,
I found your blog through European Knitters.
Soon I will going to Paris for a weekend. I would like to ask you kindly if you know any yarn-shops in Paris. Could you give me an address if it is not too much trouble?
thanks. Astrid

astrid said...

oh sorry, my emailaddress: astrid@persons1.com

laptitelili said...

Danke für dein Post. Ich wusste überhaupt nicht Bescheid, aber da ich selber Migrant war, und bestimmt noch sein werde (und umgekehrt für meinen Freund) interessiert mich das Thema dieses Jahres besonders.

Me said...

Danke fuer Eure Kommentare.

projektleiterin said...

Nach einem Gespräch mit einer Freundin am Sonntag werde ich wohl demnächst mal der psychologischen Beratung beim Arbeitsamt einen Besuch abstatten...

Cecile said...

Liebe Lara!
Dein Kommentar bei mir zum10.10. hat mich zutiefst berührt. Ganz herzlichen Dank dafür!
Wie offen du über dich schreibst! Es ist so wichtig, die Offenheit und es kann wirklich jeden treffen.
Du sagst es ganz richtig, wichtig ist doch professionelle Hilfe annehmen zu können.
Im Fall meiner Tochter ist die Sache halt recht kompliziert, da sie, krankheitsbedingt, lange nicht einsichtig war und professionelle Hilfe verweigerte, bis man sie mit einem fürsorglichen Freiheitsentzug in die Klinik einliefern musste, mehrmals.
Heute geht es ihr recht gut, muss aber vermutlich immer mit Medikamenten leben, die halt auch Nebenwirkungen haben. Arbeiten kann sie auch in einem geschützten Projekt, das ihr meistens auch Freude macht.
Ja, die Unterstützung der Familie trägt sicher auch zur Heilung bei, aber viele Eltern haben Mühe eine solche ungreifbare psychische Krankheit zu akzeptieren, es macht Angst. Ich mache in Schulungsprogrammen für Aufklärung über Schizophrenie für Angehörige mit, und erlebe dort sehr Unterschiedliches. Ich versuche dort die Angehörigen zu Ermuntern ihre Kinder oder Partner zu akzeptieren und ihnen auch in schwierigen Zeiten beizustehen. Ja, es ist gar nicht einfach und sehr komplex das Ganze.
Es freut mich so für dich, dass du alleine deinen Weg in die Genesung gefunden hast und mit der Depression gelernt hast umzugehen! Toll, liebe Lara!
Es würde mich sehr freuen, mehr von dir zu hören!
Sei ganz herzlich gegrüsst von Cécile

roxy =^o^= said...

Bonjour Lara ! J'aime le fait que votre blog soit multilingue. J'espère que mon français n'est pas trop envoyé à la boucherie - je ne l'ai pas parlé dedans comme 10 ans. Beaucoup d'étreintes d'un knittyhead de camarade.

~roxy

Shauna said...

Lara, thanks for sharing a bit of your experience with depression. I've struggled with it too, although I've never seen anyone about it. Knitting and exercising definitely help me stay on top of it!

Me said...

Thanks all!.

Vow, I am really surprised and happy about all the positive feedback I got on this post. I am glad I seem to have found the right words -- something I was not always able to while in the midst of depression, which caused a couple of "friends" to disappear from my life. To all those mentioning that they were thinking about getting help, and that this post has given courage to go find that help: I wish you all the best on your way to getting better. I am glad to be able to give back, if only with a blog post.

joanne said...

Lara, what a wonderful blog! And thanks again for the english...... jo